| |
|
|
Beschissene Fahrräder |
Ein Blick durch die
verbogenen Speichen eines beschissenen Fahrrades gleicht gewissermaßen
dem Blick in
die Leere der eigenen Seele - ein höherer Sinn, ein kosmischer
Existenzauftrag gar ist hier wie dort auch bei bestem Willen nicht auszumachen. Kaputte,
entstellte, komplett unbrauchbare Fahrräder gehören zweifellos zu
den überflüssigsten Entitäten unserer Welt, sind aber aus Sicht der
Unendlichkeit von Zeit und Raum auch nicht weniger sinnvoll als wir
selbst.
Kein Wunder also, dass sich die selbsternannte moderne Kunst für die
Verbildlichung hochtrabender philosophischer Gedanken der rostigen Gestelle
bedient
hat. |
|
 |
| |
|
|
Beschissene "Tiffy"-Zeichnungen |
Wissenschaftler und Heilige in allen Teilen der Welt beschäftigen sich seit
Jahrmillionen mit der Frage, wie sich das auf lange Sicht doch so unfehlbar
scheinende System der natürlichen Evolution solch einen Ausrutscher wie
diesen hässlichen Vogel leisten konnte: Tiffy, groteske Mixtur aus einem
lesbischen Archäopteryx und Textil-Abfall aus den 70ern. Mittlerweile geht man
davon aus, dass sich die krude rosafarbene Ungestalt versehentlich
selbst entwickelt hat.
Eigentlich kein Grund, um sich dieses Themas in künstlerischer Weise
anzunehmen, doch einige Denker haben es dennoch versucht - mit
erwartungsgemäß beschissenem Ergebnis. |
|

|

|